Toleranz erlebbar machen: Projekttag am Evangelischen Schulzentrum
Jugendliche begreifen sich als aktive Mitgestalter einer toleranten Gesellschaft.
Am Dienstag, den 17.03.2026 fand am Evangelischen Schulzentrum der Projekttag "Tag der Toleranz" für die Schülerinnen und Schüler des 8. Jahrgangs statt.
Ziel war es, das Bewusstsein für Demokratie, Toleranz und ein respektvolles Miteinander zu stärken und zu erkennen, dass demokratische Werte in allen Lebensbereichen eine Rolle spielen und im Alltag aktiv gelebt werden.
Der Projekttag begann mit einer gemeinsamen Auftaktveranstaltung in der Mensa, bei der Frau Thormann von den „Omas gegen Rechts“ einen Impulsvortrag zum Thema Toleranz hielt. Anschließend nahmen die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen an verschiedenen Workshops teil, die sie zuvor interessengeleitet auswählten, wobei die Schüler klassenübergreifend arbeiten konnten. Sie wurden dabei von Künstlern, Schauspielern und anderen externen Fachkräften angeleitet. Ziel war es, sich aktiv und selbstständig mit dem Thema „Toleranz“ zu beschäftigen.
In den Workshops gab es die Möglichkeit, sich künstlerisch und kreativ zu betätigen: bei Acrylmalerei mit dem Künstler und Leiter des Kunsthauses Mühlhausen, Mario Götting, dem Gestalten eines Comicstrips mit der lokalen Künstlerin Anne Zimmermann oder beim Theaterspiel mit Schauspielern der Erfurter Schotte. Eine andere Gruppe erlebte beim gemeinsamen Kochen im Café international einen kulinarischen Zugang zu einer anderen Kultur. Ihre medialen Kompetenzen stärkten Jugendliche im Workshop „Fake News und Hass im Internet“ mit dem Medienpädagogen Kay Albrecht. In einem Workshop zum Resilienz- und Konflikttraining mit Trainerin Anne Rimbach erarbeiteten die Schülerinnen und Schüler in Rollenspielen Strategien, um mit Beleidigungen umzugehen und eigene Stärken zu entdecken. Geschlechterrollen wurden mit Nick Böttner vom ZwiWel e.V. von einer weiteren Gruppe untersucht, erlebt und reflektiert, damit Mädchen und Jungen selbstbewusster auftreten sowie für sich und andere einstehen können.
In einer gemeinsamen Abschlussrunde präsentierten die Gruppen einzelne Ergebnisse, reflektierten, was sie über den Tag gelernt und verstanden hatten, und äußerten Optimismus, dass sie selbst etwas für eine tolerante Gesellschaft tun können.
Damit wurde das Motto des Tages „Vielfalt verstehen, Toleranz leben und Demokratie gestalten“ erreicht. Der „Tag der Toleranz“ wurde von Schülern und den Workshopleitern so positiv aufgenommen, dass er zu einer festen Instanz im Jahresplan des Evangelischen Schulzentrums werden soll.
Das Projekt wurde unterstützt durch die lokale Partnerschaft für Demokratie UHK, dem Bundesministerium für Bildung, Familien, Senioren, Frauen und Jugend mit ihrem Bundesprogramm „Demokratie leben!“ sowie dem Thüringer Ministerium für Soziales, Gesundheit, Arbeit und Familien mit ihrem Landesprogramm für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit „Denk bunt“.
