Erinnern statt zu vergessen

Erinnerungsveranstaltung zur Mühlhäuser Bücherverbrennung

Am 20. Mai 2026 unterstützten Schülerinnen der Klassen 10 und 12 die „Omas gegen Rechts“ bei der Erinnerungsveranstaltung zum Gedenken an die Mühlhäuser Bücherverbrennung auf dem Blobach. Die Bücherverbrennung in Mühlhausen folgte im nationalsozialistischen Deutschland dem Beispiel der Berliner Bücherverbrennung und fand am 20. Mai 1933 statt. 
Nach einer Ansprache der „Omas gegen Rechts Mühlhausen“ verlasen die Schülerinnen Marie Pönicke, Johanna Rosa Werstler, Luise Schellroth und Nele Wingert aus der Klasse 10b Texte von Schriftstellern, deren Werke aufgrund ihres kritischen Gedankenguts den Flammen zum Opfer gefallen sind. Darunter waren Ausschnitte aus Werken Bertolt Brechts, Kurt Tucholskys, Erich Kästners und Erich Maria Remarques. Musikalisch wurde die Veranstaltung mit Klavier und Gesang von Kenisha Weiß und Geigenspiel von Maya Schmidt begleitet. Zum Abschluss wurden Bücher damals verfolgter Autoren verteilt. 
Die Veranstaltung stand im Zeichen der Erinnerung an die Vergangenheit, um die damaligen Geschehnisse im Bewusstsein zu behalten und damit ein Wiederholen zu verhindern. Denn es ist wichtig, sich auch in turbulenten Zeiten einen selbstdenkenden, kritischen Geist zu bewahren. 

Nele Wingert (10b)